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Weltcup Poznan

Am Mittwoch war Anreise nach Poznan. Von Dresden ist es keine 400km entfernt und mit dem Auto problemlos zu erreichen. Nach ungefähr vier Stunden bin ich mit dem Mietwagen am Hotel angekommen.

Nach dem wir im Hotel eingecheckt hatten und noch kurz die Beine hochlegen konnten, ging es auch schon mit dem Shuttle 15min zur Strecke und nach dem Anbauen eine Runde auf den Maltasee. Es war nicht sonderlich voll und so konnten wir vernünftig trainieren und die Fahrt ausspülen. Den Abend verbrachten wir schließlich beim Abendessen und bei der Physio. Heute standen nun zwei Trainingseinheiten auf dem Wasser auf dem Programm und beide waren recht gut, sodass wir für den morgigen Vorlauf gut gerüstet sein sollten. Einzig die Wetterprognosen bereiten Unbehagen und das Credo ist ganz klar, morgen Platz eins oder zwei belegen, um den Hoffnungslauf am Samstag zu sparen!

Start ist morgen 12:50 Uhr und es geht direkt gegen die Lokalmatadoren aus Polen, Australien, Niederlande und das zweite Boot von Großbritannien. Die ersten beiden Boote qualifizieren sich direkt für das Finale und das ist auch das Ziel.

Erstellt von Tim Grohmann am 15.06.2017 um 18:36 Uhr.


Europameisterschaft Racice 2017

Die Europameisterschaft ist nun schon eine Weile vergangen und mittlerweile sind wir schon einige Kilometer weiter und haben uns deutlich verbessert. Zur Meisterschaft in Racice konnten wir leider noch nicht unsere wirkliche Leistungsfähigkeit abrufen. Es war nun mal eine komplett neue Mannschaft mit drei "Neulingen" im Doppelvierer. Im Vorlauf überraschten wir uns selbst ein wenig, als wir auf den ersten 1000m deutlich vorne lagen und es somit für den direkten Finaleinzug gereicht hätte. Mir war allerdings schon nach 300m klar, dass wir es mit dieser Geschwindigkeit nicht bis ins Ziel schaffen würden und es war es am Ende auch. Die zweiten 1000m waren deutlich langsamer und am Ende kamen wir als Dritte ins Ziel. Im Hoffnungslauf hatten wir dann noch eine weitere Chance. Dort wollten wir die ersten 1000m etwas verhaltener gestalten, um dann in der zweiten Streckenhälfte besser reagieren zu können. Es funktionierte leider nicht ganz so gut und schon nach 1500m waren wir nahezu chancenlos auf ein Ticket im Finale. Somit landeten wir schließlich im Finale B und mit Estland, Ukraine und Russland waren noch drei weitere starke Nationen im "kleinen" Finale vertreten. Wir steigerten uns von Rennen zu Rennen und so war unser bestes Rennen dann auch im B- Finale. Wir konnten ganz ordentlich starten und sicherten den zweiten Platz hinter den olympischen Bronzemedaillengewinnern aus Estland gegen stark aufkommende Ukrainer ab.

Erstellt von Tim Grohmann am 13.06.2017 um 14:36 Uhr.


Dreierserie Verletzungen- abgehakt!

Nach der Langstrecke ging es rückblickend gesehen drunter und drüber. Das gute Ergebnis und eine dementsprechende Ausgangslage für die Meisterschaften wurde direkt zerstört, als ich mir am Montag eine Bänderdehnung zuzog und Rudern erst einmal unmöglich wurde. Dem Fuß ging es dann zur Meisterschaft wieder gut aber dort wartete dann die nächste Überraschung... Der Vorlauf verlief noch recht ordentlich aber vor dem Viertelfinale hatte ich ein komisches Gefühl und das Herz schlug mir regelrecht bis zum Hals, was weniger mit Aufregung zu tun hatte, als vielmehr mit irgendeiner Anomalie. Das Rennen begann ich noch aber schon nach wenigen Schlägen war alles fest und somit brach ich das Rennen dann ab. In der Folge geriet die gesamte Saisonplanung in Gefahr, nicht nur wegen des "schlechten" Ergebnisses, sondern auch wegen der gesundheitlichen Sorge. Der Kardiologe fand jedoch keinen Grund zur Sorge und beim Stufentest mit EKG und unter ärztlicher Überwachung wurde nichts gefunden, was auf Probleme deuten würde. Deswegen bekam ich dann das OK vom Doc und auf Einladung des Cheftrainers trat ich vor zwei Wochen die Reise nach Ratzeburg zum Trainingswochenende an.

Dort angekommen wurde fleißig im Doppelvierer trainiert. Ich saß mit Philipp Syring, Ruben Steinhardt und Hendrik Runge im nominell zweiten Vierer, konnten uns jedoch immer recht gut präsentieren und ärgerten den vermeintlich stärkeren Vierer nicht nur im Ausdauertraining, sondern auch bei den abschließenden Belastungen unter Wettkampfbedingungen.

Leider riss meine Verletzungsserie an diesem Wochenende nicht und ich zog mir eine Muskelverhärtung oder Sehnenscheidenentzündung zu. Ich konnte es auch nicht wegignorieren, was ich in der Folgewoche versuchte aber beim gemeinsamen Doppelzweiertraining mit Philipp Syring in Magdeburg wurde es irgendwann zu schlimm und nach zwei Einheiten und ärztlicher Behandlung musste ich die Heimreise wieder antreten und die Verletzung auskurieren. Montag und Dienstag stand dann Reha und Ausgleichstraining auf dem Plan und am Mittwoch ging es wieder nach Magdeburg, um den Zweier für das Wochenende in Essen doch schnell zu bekommen. Das Rudern ging auch schmerzfrei und die Vorbereitung lief gut. Am Freitag reisten wir gemeinsam mit dem Auto nach Essen und testeten noch eine kleine Runde das Wettkampfgewässer. Am Samstag war dann zwar sehr schönes Wetter aber leider auch recht viel Wind und mit dem Wind kamen auch Wellen und das waren überhaupt nicht unsere Bedingungen. Wir kamen überhaupt nicht vom Start weg und auch wenn es kurz gut lief zwischendurch, kamen wir nicht ins Rennen und am Ende war die Enttäuschung über den vierten Platz groß. Am Sonntag sollte jedoch in denselben Besetzungen gefahren werden und da wollten wir unsere Chance wieder in die Nationalmannschaft zu fahren nutzen. Die Verunsicherung war am Start noch zu spüren aber die Bedingungen waren gut und wir konnten konstant die zweite Position behaupten. Auf den letzten Metern wurde es noch einmal eng, da uns eine Motorbootswelle ausbremste aber am Ende stand der zweite Platz mit drei Sekunden Rückstand auf den Sieger zu Buche. Im abschließenden Doppelvierer mussten wir auf Ruben Steinhardt verzichten aber bekamen dafür den Deutschen Meister im Einer als Verstärkung und konnten einen souveränen Start- Ziel- Sieg gegen die U23 Mannschaft und den ersten Vierer feiern. Somit hatten Philipp und Ich nun endgültig den Fuß in der Tür und einen Tag später kam dann die Nominierung die Europameisterschaft in Racice Ende Mai.

Heute geht es nun für mich nach Ratzeburg zum gemeinsamen Training im Vierer mit Philipp, Samuel Tieben und Maximilian Fränkel. Es ist der physisch stärkste Vierer der letzten Jahre und so ist nun die Hauptaufgabe die Power gemeinsam in Vortrieb zu verwandeln.

Erstellt von Tim Grohmann am 17.05.2017 um 12:28 Uhr.


Deutsche Kleinbootmeisterschaft Krefeld 2017

Am Donnerstag starteten wir mit Bus und Bootshänger in Richtung Westen und nach "nur" 7,5h auf der Autobahn erreichten wir den Elfrather See und konnten den Austragungsort für die diesjährige Deutsche Meisterschaft in Augenschein nehmen. Das Wetter war deutlich besser als bei uns, da wir bei 0 Grad gestartet waren und bei 12 Grad und Sonnenschein ankamen und die Windbedingungen waren auch sehr angenehm. Als wir uns dann ein Plätzchen für die Boote gesucht hatten und sie ruderfertig hatten, begaben wir uns für das erste Training aufs Wasser.

Heute startet dann die Regatta mit dem Vorlauf. Ich werde im zweiten Vorlauf um 17:20 Uhr sein, da bei der Langstrecke der zweite Platz zu Buche stand und die Läufe danach gesetzt werden. Die Gegnerschaft werden im Laufe des Tages erfahren.

https://www.rudern.de/news/2017/dkbm-live-auf-rudernde

Unter dem folgenden Link lassen sich die Rennen live verfolgen... Viel Spaß damit und ein schönes Wochenende!

Erstellt von Tim Grohmann am 21.04.2017 um 09:06 Uhr.


Langstrecke Leipzig

Ein 5. und ein 2. Platz stehen am Samstag und Sonntag zu Buche. Scheint eigentlich alles normal, aber irgendwie war es doch verkehrte Welt. Denn auf dem Ergo, wo ich sonst immer sehr weit vorn platziert bin, waren dieses Jahr vier Sportler schneller und ich bleib mit 5:52min über die virtuelle 2000m Strecke doch hinter den Erwartungen. Den Nachmittag verbrachten wir dann im Kreise der Trainingsgruppe zuerst auf dem Kanal beim Ausrudern und im Anschluss genossen wir noch kurz das tolle Wetter am Schladitzer See. Zum Glück war jedoch nicht genügend Wind zum Windsurfen... Nach dem gemeinsamen Abendessen beim angestammten Italiener fielen wir dann auch schon ins Bett in freudiger Erwartung der Langstrecke am nächsten Morgen.

Es sollte ein wenig anders verlaufen als sonst... gesetzt war ich an 3.Position nach Hans Gruhne und Jason Osborne und vor Tim- Ole Naske. Ich hatte gewisse Bedenken auch noch vor TOle, wie er genannt wird, anzukommen. Hans Gruhne meldete ab und so ging es für mich an zweiter Position an den Start. Es ging eigentlich ganz gut los und ich fand recht zügig einen vernünftigen Rhythmus und wollte mich bei meiner "Standardzeit" von knapp unter 23min einpegeln, was so 3:50min pro Kilometer bedeutet. Die zweiten 1000m passte das auch mit 3:46min ganz gut aber danach lief es sehr viel besser als erwartet und ich konnte flüssig weiterfahren. Als ich an der ersten Zwischenzeit nur 3 Sekunden hinter Osborne war, motivierte das umso mehr und die 3:46min blieb meine langsamste Zeit des Tages. Nach 4km hatte ich einen kurzen Hänger, da meine Zeit unter 23min locker möglich war und das der Zeitraum der größten Belastung ist. Der Abstand zu TOle wurde eher wieder ein bisschen größer, sodass ich einfach weiterfuhr und am Ende mit der Bestzeit über die Linie ging und mit 22:13min war ich mehr als zufrieden. TOle war nur 7 Sekunden schneller als ich und da hoffte ich schon, dass es ein ganz gutes Ergebnis werden würde. Am Ende stand der unerwartete zweite Platz zu Buche aber hinter mir wurde es auch recht eng, denn vier oder fünf Sportler hatten nahezu dieselbe Zeit.

Es war ein doch sehr versöhnliches Wochenende und ließ definitiv hoffen auf die Meisterschaft!

Aber wie es so ist, kommt es immer anders... Am Montag schleppte ich mich dann doch noch zum Fußball und es kam, wie es kommen musste, ich endete in der Notaufnahme. Wie auch sonst, wenn es schon mal gut läuft!? Diagnose, nichts gebrochen, Band "nur" überdehnt, zwei Wochen kein Sport- Top! Oder auch nicht...

Den Dienstag verbrachte ich letztendlich zu Hause mit einem kurzen Stop beim Sportmediziner meines Vertrauens, der dann letztendlich auch wieder ein bisschen Hoffnung aufkeimen ließ. Der Mittwoch war auch noch recht ruhig mit Uni und Bundeswehrarzt und am Abend bewegte ich mich im Kraftraum und locker auf dem Ergo, was auch gut möglich war. Am Freitag konnte ich das erste Mal wieder Rudern und jetzt schmerzt der Fuß zwar noch bei jeder Berührung aber Rudern ist mehr oder weniger problemlos möglich.

Erstellt von Tim Grohmann am 14.04.2017 um 14:50 Uhr.